Über das Projekt

 

GRENZGAMER – Ein Projekt der 55a der Deutschen Journalistenschule und Ströer Media Brands

GRENZGAMER ist ein gemeinsames Projekt von Studierenden der Deutschen Journalistenschule und von Ströer Media Brands. Es zeigt Videospiele aus unüblichen Perspektiven: ohne Killerspiel-Debatte, fern von Spieletests.

Dafür sind Journalisten unter anderem ins Gefängnis gegangen, ins Seniorenheim und in virtuelle Welten, um herauszufinden, was Spiele für Menschen dort bedeuten.

Nicht-Gamer schreiben über ein Phänomen, das unseren Alltag immer tiefer durchdringt. Die Texte sind in unterschiedlichen Medien erschienen. Gemeinsam zeigen sie, wie Menschen mit und durch Videospiele lernen, arbeiten, hoffen und Grenzen überwinden.

 

 

So kam das Projekt zustande:

GRENZGAMER ist entstanden, als Tino Hahn in der Redaktion von Ströer Media Brands mit der Idee zu mir kam, dass es doch interessant wäre, Journalistik-Student*innen über Videospiele schreiben zu lassen.
Das sah ich als Auftrag und machte mich direkt daran, ein Konzept auszuarbeiten, mit dem das funktionieren könnte.
„Spielen ohne Grenzen/Spielen gegen Grenzen“ war der Projektname, mit dem ich die Deutsche Journalistenschule in München kontaktierte. Die Idee: Studierenden, die selbst womöglich kaum Erfahrung mit Videospielen haben – also eine Grenze überschreiten müssen – die Möglichkeit zu geben, über eben jenes Thema zu schreiben . Jörg Sadrozinski, der Leiter der DJS, zeigte sich direkt interessiert, erste Pläne wurden gemacht.

Bei der Ausarbeitung der Themen für GRENZGAMER war es mir wichtig, auch die Grenzen dessen, was der klassische Videospiel-Journalismus behandelt, zu sprengen. Es sollte um Grenzerfahrungen gehen. Geschichten von Menschen, die sich ihren eigenen Zugang zu Videospielen verschaffen – trotz körperlicher, sozialer, gesellschaftlicher Einschränkungen. Es sollte darum gehen, wie Videospiele Grenzen sprengen können. Wie sie Menschen helfen, sie ausbilden, ihnen Spaß bringen, sie an etwas Anderes denken lässt als ihren Alltag.

Ich hatte das Glück, dass die DJS mir Caspar von Au an die Seite gestellt hat, der mir zu jeder Zeit eine große Hilfe war. Zusammen haben wir den Studierenden der DJS-Klasse 55a am 10. April 2017 in München das Projekt vorgestellt. Es war sofort ersichtlich, dass jeder und jede Einzelne mit Interesse zuhörte, offen der Thematik begegnete. Die von mir mitgebrachten Themenvorschläge haben wir direkt diskutiert.

Im Laufe des Projekts kamen neue und spannende Ideen der Studierenden hinzu. Nach und nach formten sich die konkreten Artikel-Themen. Alle 15 Studierenden konnten ein Thema finden, das ihn oder sie interessierte. Nach einem zweiten Besuch in München war ich mir sicher, dass das Projekt zu einem sehr glücklichen Ende kommen würde. Nach vielen Stunden der Recherche. Nach vielen Telefonaten, Reisen, Gesprächen, Interviews. Nach vielen, vielen, vielen geschriebenen, diskutierten und reflektierten Worten der Studierenden ist das Projekt nun fertig.

Neben den 15 Texten der Studierenden sind zwei Texte von SMB-Redakteur*innen, ein Artikel eines Syrers, der inzwischen in Deutschland lebt, und zwei Texte von mir entstanden.

Ich möchte allen Studierenden der DJS danken. Für ihr Interesse, ihre Ideen, ihre fantastischen Texte. Ich möchte den Medien danken, die einige der Texte gerne auf ihren Plattformen veröffentlicht haben: ZEIT ONLINE, Süddeutsche, ze.tt, Berliner Zeitung, Tagesspiegel. Ich möchte Ströer Media Brands dafür danken, dass sie das Projekt ermöglicht haben. Schlussendlich möchte ich den Lesern und Leserinnen dafür danken, dass sie diese Texte lesen werden. Auch dabei werden sicherlich Grenzen überwunden.

Matthias Kreienbrink

Logo-Design: http://buerowatkinson.de/

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